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Sonderausgaben

Nach derzeitiger Gesetzeslage sind die Kosten für Ihre Erstausbildung als Sonderausgaben absetzbar.
Sie können die Kosten die anfallen im selben Jahr steuerlich geltend machen. Ein Verlustvortrag als Werbungskosten ist nicht möglich.
Wenn Sie keine steuerpflichtigen Einkünfte erzielen, dann wirken sich die Ausgaben nicht aus und verfallen somit.
Diese Regelung widerspricht ohne erkennbaren Grund der Gleichbehandlung von Erst- und Zweitausbildung.
Der Bundesfinanzhof ist der Meinung, dass diese Regelung verfassungswidrig sei (Beschluss v. 17.7.2014, VI R 2/12).
Endgültig muss das Bundesverfassungsgericht entscheiden (Az.: 2 BvL 23/14, 2 BvL 24/14 und 2 BvL 26/14).
Lassen Sie sich von uns beraten. Wenn Sie nicht handeln können die Ansprüche verjähren. Studenten und Auszubildende zahlen bei unserem Lohnsteuerhilfeverein einen ermäßigten Beitrag in Höhe von 69 € (Einnahmen bis 20.000 €).

Werbungskosten

Sie können Ihre Zweitausbildung als Werbungskosten absetzen.
Damit Sie die Zweitausbildung ohne Wenn und Aber absetzen können, müssen Sie eine Erstausbildung abgeschlossen haben.
Hier reicht auch eine kurze Ausbildung aus.

Als Erstausbildung sind anerkannt:
– Bachelorstudium
– Berufsausbildung
– Kurze Ausbildung (z.B. Taxifahrer, Straßenbahnfahrer, Flugbegleiter)

In diesem Fall dürfen Sie Ihre Unkosten als Werbungskosten absetzen.
Falls Sie während Ihrer Ausbildung / Studium keine Einkünfte erzielen, dann dürfen Sie in Ihrer Einkommensteuererklärung Verluste deklarieren und in das Jahr vortragen in dem Sie Einkünfte erzielen.
Mögliche Ausgaben sind unter anderem Studiengebühren, Arbeitszimmer, Arbeitsmittel, Fachliteratur, doppelter Haushalt (Mietkosten), Fahrtkosten sowie Lerngruppen und ähnliches.

Beispiel 1

Lea hat Ihr Abitur im August 2012 beendet. Da Sie erst im Oktober 2013 Ihren (Wunsch-) Studienplatz erhalten hat, hat Sie von September 2012 – September 2013 in einem Supermarkt als Minijobberin gearbeitet und 450,00 Euro monatlich verdient.
Im Oktober 2013 beginnt Sie Ihr Bachelorstudium. Dieses dauert voraussichtlich bis August 2016.
Während Ihres Studiums hat Lea nur Einnahmen aus einem Minijob.

Die Kosten für das Studium sind als Sonderausgaben absetzbar. Da Lea aber keine Einkünfte in den Jahren hat in denen Sie studiert, wirken sich die Sonderausgaben nicht aus.
Nach derzeitigem Stand kann unser Lohnsteuerhilfeverein für Lea einen Verlustvortrag beantragen und auf das ausstehende Urteil vom Bundesverfassungsgericht berufen (Az.: 2 BvL 23/14, 2 BvL 24/14 und 2 BvL 26/14).
Falls das Bundesverfassungsgericht das Urteil bestätigt, dass auch die Kosten für ein Erststudium als Werbungskosten absetzbar sind, dann können Sie Ihr Erststudium auch Vortragen.
Es ist sehr wichtig, dass der Verlust in den jeweiligen Jahren deklariert wird.

Beispiel 2

Lukas wohnt in Mannheim und hat sein Bachelor Studium im Jahr 2013 beendet. Für seinen Masterstudiengang hat er sich eine Universität in Köln ausgesucht. Das Studium beginnt im März 2014 und endet voraussichtlich im Februar 2016. Lukas hat keine Einkünfte.
Die Kosten für das (Master-)Studium in Köln (Zweitstudium) sind als Werbungskosten absetzbar und können somit als Verlust vorgetragen werden.
Denkbare Verluste für sein Studium sind:
Umzugskosten (Pauschale), Verpflegungsmehraufwand für die ersten drei Monate, Studiengebühren, Arbeitszimmer, Arbeitsmittel,
Die Kosten für das Bachelorstudium können sind mit Einkünften im selben Jahr zu verrechnen. Falls keine Einkünfte erzielt wurden, dann müssen die Ausgaben als Verlustvortrag mit Verweis auf das ausstehende Urteil.

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